Der Wasserkreislauf
Wasser, das Urelement aus dem alles Leben entstand und das im ewigen Kreislauf von Verdunstung und Niederschlag das Klima und die Gestalt der Erde prägt, ist ein kostbares Gut. Ozeane und Atmosphäre sind über den Wasserkreislauf eng miteinander verknüpft. Abkühlung und Erwärmung der Meeresoberfläche bestimmen den Zustand der Atmosphäre. Der grösste Teil des in der Luft befindlichen Wasserdampfes verdunstet über den Ozeanen, der Rest über Landflächen. Als Regen gelangt das Wasser wieder auf die Erde zurück.
Das Regenwasser und seine Qualität
Jeder Regenschauer liefert nutzbares Wasser für den Haushalt. Seit Jahr-hunderten wird dieses Regenwasser genutzt (z. B. Gartenbewässerung). Die Problematik der Erzeugung und Aufbereitung von hygienisch einwandfreien Trinkwassers, sowie die Entsorgung des Abwassers, was jedes Jahr grössere Summen verschlingt wird sich in den nächsten Jahren zuspitzen. Durch Infiltration toxischer Stoffe in das Erdreich wird auch besonders in landwirtschaftlichen Zonen die Erzeugung von Trinkwasser aus dem Grundwasser unwirtschaftlich und problematisch. Da das Regenwasser keiner hygienischen Kotrolle unterliegt und auch biologisch nicht ganz unbedenklich ist, darf es nicht als Trinkwasser angesehen werden.
Hygiene
Welche Erreger könnten theoretisch über das Dachablaufwasser in die Zisterne gelangen? Dies sind solche Erreger, die sogenannte Zoonosen verursachen, d.h. Infektionskrankheiten, die von Tier auf Mensch übertragen werden. Ueber Wasser und Lebensmittel sind das vor allem Salmo-nellen, Yersinien oder Campylobacter, allesamt Darmseuchenerreger. Um eine Infektionskrankheit auszulösen, müssen von diesen Erregern ca. 10'000 Keime aufgenommen werden. Diese Infektionsdosis kann bei der Aufnahme von einigen Millilitern solchen Wassers nicht erreicht werden. Auch ist eine Vermehrung in der Zisterne besonders dann, wenn die Zisterne kühl gehalten, z.B. eingegraben wird, nicht zu befürchten. Langzeituntersuchungen zur bakteriellen Besiedlung von Zisternen belegen dies. Detaillierte Untersuchungsergebnisse können kostenlos angefordert werden.
Trinkwasser
Die Wasserwerke liefern uns hygienisch einwandfreies Trinkwasser. Die Trinkwasserversorgung ist in der Schweiz auf Jahre hinaus gesichert.' Aber ist es trotz dieser Gesichtspunkte wirklich sinnvoll, dieses aufwendig geförderte und aufbereitete Wasser für den Abtransport unserer grossen und kleinen "Geschäfte" zu verwenden, unsere Gärten zu berieseln und unsere Wäsche zu waschen? Auch stellt uns der im Trinkwasser vorhandene Kalk vor Probleme. Einerseits die Verkalkung von Systemen, andererseits die lästigen Wasserflecken bei der Autoreinigung.
Regenwasserbedarf für Toiletten
Die Toilette ist der Wasserverbraucher Nummer 2 im Haushalt, ist aber gleichzeitig der grösste potentionelle Verbraucher von Regenwasser. Bei Toiletten mit herkömmlichen Spülkästen beträgt der Verbauch ca. 24 l/Tag pro Person. Für die Toilettenspülung sind nur geringe, aber nicht zu vernachlässigende Ansprüche zu stellen. In erster Linie muss das Wasser "sauber" sein, d.h. es darf keine Schmutzpartikel enthalten, um der Verschmutzung der Toilettenschüssel sowie Spülkästen vorzubeugen. Dies wird durch eine optimale Filtration gewährleistet. Das gefilterte Regenwasser stellt also in dieser Hinsicht kein Problem dar und es verhindert zusätzlich die Bildung und Ablagerung von Urinstein. Für Spülung von Unterduschen (Clos-o-Mat, Geberit) ist Regenwasser aus hygienischen Gründen nicht zu verwenden.






















